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  • OrtZürich
  • KategorieWohnüberbauung mit 160 Wohnungen, Veranstaltungsräumen und Dienstleistungsflächen, Wettbewerb mit Präqualifikation
  • BauherrBau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1, Zürich
  • ArchitekturFiederling Habersang Architekten
  • MitarbeitSara Nigg, Carolin Predatsch
  • Zeitraum Wettbewerb2018

Eine simple, aber kraftvolle urbane Grossform bildet den selbstbewussten Auftritt für das neue Kraftwerk1-Gebäude, die bunte Vielfalt des Programms findet ihre Umsetzung in einer robusten und übersichtlichen Grundstruktur. Nähe und räumliche Verflechtung der Nutzungen fördern das gemeinschaftliche Miteinander. Die Architektur nimmt sich zurück und lässt kreativen Freiraum für eine ergebnisoffene Aneignung durch die Benutzer.

Die zentrale Foyerhalle verbindet Flüelastrasse und Park und wendet sich damit gleichermassen der Stadt und dem Quartier zu. Sie ist Zentrum des öffentlichen Lebens mit Kulturhalle, Zirkustrainingshalle und Restaurant. Die zentral über dem Foyer liegende, überhohe «Salle Commune» bildet Herz und räumliches Zentrum der hausinternen Gemeinschaft, Freitreppe und Luftraum schaffen eine direkte Anbindung ans öffentliche Foyer. Quer zum Foyer verbindet eine Längsachse alle vier Vertikalerschliessungen. Beidseitige Einschnitte mit Höfen ab dem 1. Obergeschoss gliedern das Volumen und ermöglichen die nötige Fassadenabwicklung in den oberen Geschossen. Im Dachgeschoss bildet die «Terrasse Commune», im Zentrum als Pendant zur «Salle Commune» den Mittelpunkt des genossenschaftlichen Dachlebens. Die acht auslaufenden Dachflächen bieten Raum für einen breiten Fächer unterschiedlicher Aneignungen, vom Sportfeld über Gemüsegärten bis hin zu stillen Rückzugsorten.

Bei allen Wohnungen sind die tragenden Elemente so konzentriert, dass eine maximale Wandelbarkeit der Grundrisse und der Zusammenschluss von Einheiten vielfältige Gestaltungsoptionen ermöglichen. Um die Räume möglichst frei und damit variabel nutzbar zu halten, werden die fest eingebauten Küchenelemente minimal ausgelegt. Ein mobiles Küchenelement, der «Koch-Block», erlaubt es flexibel auf die Nutzeranforderungen zu reagieren.

Die Fassadengestaltung lehnt sich an industrielle Vorbilder der gewerblichen Vergangenheit des Quartiers an, zeigt aber gleichzeitig durch ihre Differenzierung und Massstäblichkeit die veränderte Nutzung und somit den Transformationsprozess, den das Kochquartier durchläuft. Die unterschiedlichen Nutzungen und Raumhöhen des bunten Raumprogramms werden nicht vereinheitlicht und überspielt, sondern in eine weitere Ebene der Differenzierung und ein lebendiges Gesamtbild umgesetzt.

Schnittaxonometrie
Situation
Grundriss EG
Grundriss Wohnungsgeschoss
Grundriss OG1
Grundriss Dachgeschoss
Ansicht Park
Ansicht Rautistrasse
Längsschnitt
Querschnitt durch Eingangshalle und Salle Commune
Zusammenschaltbare 4,5- und 5,5-Zi-Wohnungen
Der «Koch-Block» als mobile Küchenerweiterung
Fassadenschnitt
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